DigiLLab LMU
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

vbw-Studie

Vbw -Projekte zur digitalen Bildung an bayerischen Schulen und Hochschulen


Digitale Bildung, das heißt eine Bildung für eine digitalisierte Welt, rückt im Zuge einer sich
beschleunigenden digitalen Transformation aller Lebensbereiche unserer Gesellschaft zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit von Staat und Wirtschaft, Wissenschaft und
öffentlichem Diskurs. Jungen Menschen müssen Wissen und Kompetenzen vermittelt werden, die es ihnen ermöglichen, handlungs- und gestaltungsfähig zu sein in einer digitalisierten Welt. Dabei stellen sich die damit verbundenen Herausforderungen allen Bildungsinstitutionen gleichermaßen – vom Kindergarten über die Schulen bis zu den Hochschulen.
Der Lehrstuhl für empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München hat die nachfolgenden Studien im Auftrag des vbw erstellt. Sie untersuchen digitale Bildung in den Kontexten Schule und Hochschule.

Schulstudie – „Digitale Bildung an bayerischen Schulen – Infrastruktur, Konzepte, Lehrerbildung und Unterricht“

Die vbw Studie „Digitale Bildung an bayerischen Schulen – Infrastruktur, Konzepte, Lehrerbildung und Unterricht“ ist vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München 2017 erstellt worden. Sie untersucht, wie Lehrkräfte die Voraussetzungen für digitales Lernen an bayerischen Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien, ihre eigenen medienbezogenen Kompetenzen sowie die Menge und Art ihres eigenen Medieneinsatzes beurteilen. Außerdem fragt die Studie, inwieweit digitales Lernen in unterschiedlichen Lehrplänen der Schularten und Schulfächer bereits verankert ist. Methodisch liegen der Studie eine repräsentative Telefonbefragung von 410 Lehrkräften an den genannten Schularten sowie eine curriculare Analyse von schulischen Lehrplänen und von Angeboten der Lehrerbildung in Bayern zugrunde. Die Ergebnisse zeigen, dass mit Blick auf wichtige Voraussetzungen digitaler Bildung an Schulen in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht wurden, weitere Schritte aber noch ausstehen.

Hochschulstudie – „Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen – Ausstattung, Strategie, Qualifizierung und Medieneinsatz.“


Die vbw-Studie „Digitale Bildung an bayerischen Hochschulen – Ausstattung, Strategie, Qualifizierung und Medieneinsatz“ ist vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München 2018 erstellt worden. Sie untersucht, welche Bedeutung die unterschiedlichen Akteure an den Hochschulen in Bayern dem digitalen Lehren und Lernen beimessen, wie gut die Hochschulen derzeit mit digitalen Medien und der dafür erforderlichen Infrastruktur ausgestattet sind, wie häufig und in welcher Weise digitale Medien in unterschiedlichen Lehrveranstaltungsformaten eingesetzt werden, wie gut die Dozierenden bereits für eine anspruchsvolle digitale Lehre qualifiziert sind und welche Qualifizierungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.
Es wurden vier Teilstudien durchgeführt: eine Online-Befragung von insgesamt 8 746 Studierenden; eine Online-Befragung von 86 Studiendekaninnen und -dekanen; eine Online-Befragung von 1 625 Dozierenden, sowie eine Dokumentenanalyse von 406 Qualifizierungsangeboten für Dozierende.
Die Ergebnisse zeigen, dass die die Digitalisierung die hochschulische Lehre bereits in hohem Maße prägt, die Voraussetzungen für eine qualitätsvolle Hochschullehre im Zeichen der Digitalisierung sind nach den Ergebnissen dieser Studie grundsätzlich gegeben. Die Studierenden finden digitales Lernen hilfreich und sind der Ansicht, hierdurch wichtige digitale Kompetenzen zu erwerben. Handlungsempfehlen werden unter anderem für die Bereiche Strategiekonzepte, Bedarfsgerechte Ausstattung, Qualität des Medieneinsatzes und Lehrkompetenzen der Lehrkräfte gegeben.